4.Woche

(MELANIE) EIN FEUCHT-FRÖHLICHER AUSFLUG
…an einem heißen Mittwoch im Dschungelcamp…

Heute sind wieder einmal fast alleine im Camp. Ein Großteil der Dschungelbewohner sind mit Alvarro nach Atalaya gefahren, um weiter an den Booten zu bauen. Wir haben heute nicht viel zu tun und wollen deshalb mal den naheliegenden “Butterfly-Trail” entlang wandern. Anscheinend benötigt man für diesen Aufstieg etwa 2Stunden , hoch und runter! Am Anfang war der Weg zwar anstrengend, weil es permanent hoch ging, aber es war gut zu laufen. Je tiefer wir in den Dschungel eindringen, um so weniger kann man von einem Weg sprechen. Wir klettern über Wurzeln, Baumstämme, über Laub, was locker auf den freien Wurzeln liegt und leicht nachgibt, man weiß nie, ob es uns auch hält. Wir kämpfen uns durch Bambus mit seinen Stacheln und klettern unter einem Monster- Spinnennetz durch, dessen Bewohner wir gottseidank nicht gesehen haben. Das Netz hatte so dicke und reissfeste Fäden, die mit einem Stück Holz nicht zu zerstören waren. Wir wollen nicht wirklich wissen, was für eine Spinne dieses Netz gespannt hat!
Es wird immer anstrengender, wir können uns nicht vorstellen, das das jemand in 1 Stunde schafft.
Nach 2 1/2 Stunden sind wir oben.

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Die Aussicht ist Super, aber wir sind fix und fertig.

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Wir müssen ja auch wieder runter. Das Mittagessen haben wir wahrscheinlich eh schon verpasst.
Runter ist man zwar nicht ganz so außer Puste, aber es erfordert noch mehr Geschick um vielen Wurzeln und Baumstämmen herum zu klettern. Ausserdem ist es extrem rutschig.

Endlich geschafft, jetzt will ich mich nur noch langmachen und lege mich ins Bett. Ich lese und nicke kurz ein. Peter ist “kurz” in den nächsten kleinen Ort gegangen um was kaltes zu drinken. Als ich aufwache regnet es in Strömen und es wird langsam dunkel. Peter ist immer noch nicht zurück. Es ist jetzt schon 18 Uhr und es stockdunkel! Ich weiß nicht ob Peter eine Taschenlampe dabei hat. Ohne Licht findet er niemals zurück. 18.30 Uhr Essenszeit, keine Köche in Sicht. Alles dunkel. Austin, Tess, und Jeff sind sehr hungrig und gehen in die Küche um selbst was zu kochen. Ich mache noch einen Scherz und sage zu Tess ” Peter ist bestimmt in Chokachaka und trinkt mit den Köchen Bier!”
Langsam werde ich richtig unruhig. ‘soll ich die Jungs bitten, mit mir in den Ort zu gehen?’
Seine Taschenlampe habe ich zwar nicht gesehen bei unseren Sachen, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob er sie dabei hat. In den Moment sehe ich auf der anderen Flussseite ein Licht den Dschungelweg runterkommend.
Ob er das ist? Ich laufe zur Seilwinde und warte. Dann kommt Peter mit den beiden Köchen, bestens gelaunt und angetrunken herüber. Manchas der Lodgehund hat den angetrunkenen Trupp begleitet und den richtigen Weg gezeigt! ;-) Super, wir müssen heute doch nicht hungrig ins Bett!