20. Woche – 24. bis 27. Januar 2013

Mit einem grossen Teil unserer Segeltruppe warten wir in dem verschlafenen Nest Puerto Lindo auf einen Bus, der uns zuerst nach Colon und dann nach Panama-City bringen soll. Nach nur wenigen Minuten kommt schon ein knallbunter, ehemaliger US-Schulbus angeschlittert und fährt uns nach Colon. Perfekt! Der Busfahrer sieht noch dazu genauso aus, wie wir uns einen typischen Panamaer vorgestellt haben: Braungebrannte Haut, einen dünnen Schnauzer im Gesicht und einen schönen Panamahut auf dem Kopf!

Nach nur einer Stunde Fahrt in dem typisch karibisch-bunten Schulbus landen wir in der weniger sehenswerten und scheinbar eher gefährlichen Stadt Colon, wo schon der Fernbus nach Panama-City zur Abfahrt bereit steht.

Drei Stunden später ereichen wir Panama-City! Es ist heiss… sehr heiss! Mit unseren Rucksäcken beladen, latschen wir hechelnd durch die geschäftige Altstadt und beginnen mit der Suche nach einer Unterkunft. Nach einigem hin- und her haben wir das Panamericana Hostel gefunden, wo wir für unsere gesamte Mannschaft Schlafplätze finden konnten. Auf dem ersten Blick ist das Haus stylisch und nett, allerdings entpuppte es sich in der Nacht zu einem wahren Partyhostel! Laute Musik, betrunkene Partyleute, Geschrei und Polizei, alles war dabei! Die Nacht verbringen wir leider mehr oder weniger schlaflos. :-(

Am nächsten Tag laufen wir die Einkaufsstrasse der Locals entlang. Hier findet man jede Menge Schuhe, Klamotten, Handys und jede Menge günstige Elektronikartikel vom Kopfhörer (viele Dr.Dre-Fakes) bis zu Iphoneboxen, es ist alles zu finden. Für knapp 20 Dollar (etwa 15.- EUR) haben wir uns beide neu eingekleidet! So macht shopping Spass! :-)

Mit vollen Tüten kehren wir ins Hostel zurück und gehen später mit der noch verbliebenen Segeltruppe in eine schicke Bierbar. Die beiden Norweger und wir teilen uns eine 1,5 Liter grosse Karaffe Mojito, der uns alle ziemlich schnell in den Kopf steigt. Der Abend endet feucht-fröhlich und spät und der Mojito sorgt dafür, dass wir trotz Partylärm einigermasse gut schlafen können.

Am nächsten Tag geht es zum berühmten Panama-Kanal. Leider hatten viele andere Menschen die gleiche Idee und so ist es im Besucherzentrum entsprechend voll. Unglaublich, aber in der Menschenmasse treffen wir die zwei Austalier vom Segeltörn wieder. So klein ist manchmal die Welt.
Der Panamakanal gilt als eines der grössten Bauwerke der Menschheit. Während der Bauarbeiten, die 1907 begannen, fanden sich Arbeiter aus vielen Teilen Südamerikas und Europas zusammen, um dieses gigantische Werk zu errichten. Leider mussten bus zur offizielen Eröffnung im Jahre 2014 ungefähr 28000 Arbeiter aufgrund von Tropenkrankheiten und Arbeitsunfällen ihr Leben lassen.

Der Panamakanal verbindet heute über eine Gesamtlänge von etwa 82Kilometern den Pazifik mit dem Atlantik und führt quer durch das Land. Der Kanal stellt heute eines der wichtigsten Wasserstrassen der Welt dar und wird weiterhin für den Schiffsverkehr ausgebaut.

Wir verbringen eine letzte, unspektakuläre Nacht in Panama-City und ziehen am nächsten Morgen zur Pazifikseite weiter, genauer nach Santa Catalina, einem beliebten, aber ruhigen Surf- and Divespot!