20. Woche – 19. bis 24. Januar 2013

Am nächsten Morgen erwache ich schon wieder relativ früh aus meinem kurzen Schlaf und beobachte den Sonnenaufgang. Eine kleine Horde
Delfine schwimmt dazu passend vor unserem Boot auf und ab. Wie schön! Der Tag bleibt ruhig, es gibt nichts zu tun, die See zeigt sich abwechselnd mal von der sanften, mal von der rauhen Seite. Einer der Australier wurde leider seekrank und kotzte sich drei Tage lang die Seele aus dem Leib.

Ab und zu begleiten wieder grosse Delfinhorden unser Boot und zeigen uns ihre Kunststücke. Ein schöner Tag. Eine angenehme Langeweile erfasst uns. Zeit scheint keine Rolle mehr zu spielen. Wir segeln im endlosen Blau des Meeres dahin, ohne irgendwas anderes zu sehen.

Nach zwei Tagen ist es soweit:
Land ist in Sicht! Kein Festland, sondern die ersten Inseln des San Blas Archipel sind zu sehen!

Wow! Kleine Inseln mit unzähligen Kokospalmen, die von schneeweissen Stränden und der türkisfarbenen Karibik umgeben sind! Wir steuern die Insel “Coco Bandero” an und können es kaum erwarten in das einladend frische Meerwasser einzutauchen. Gisbert setzt den Anker und Melanie und ich sind die ersten die von den hohen Kufen des Katamarans in das warme Karibikwasser springen. Nach zwei Tagen ohne Dusche ist das die reinste Wohltat für unseren Körper! Es ist wie im Paradies!
Manche Inseln liegen so nah aneinander, dass man von einer zur nächsten schwimmen kann. Das Meer ist ruhig und flach wie See. Manche Inseln sind nur ca. 12 Meter lang, worauf sich nur zwei Palmen befinden.

Die nächsten Tage geniesen wir mit süssem Nichtstun in der Sonne liegend oder gehen auf Erkundungstour auf einer der Inseln. Auf der Insel Cayo Hollandaise entdecken wir unter einem grossen Palmenhain ein klitzekleines Kunadorf. Die Einwohner winken uns freundlich zu und wollen uns Muscheln und frischen Fisch verkaufen. Leider müssen wir dankend ablehnen, da sich unsere Dollars auf dem Boot befinden. Wir versprechen aber am Abend wiederzukommen. Später kommen ein paar Kunaindianer mit ihren typischen Holzkanus an unser vor Anker liegendes Schiff angefahren und verkaufen uns frisch gefangenen Hummer, die von Gisbert und seiner netten Assistentin am Abend köstlich zubereitet werden.

Bei unseren Schnorchelgängen entdecken wir zahlreiche tropische Fische und einen faszinierenden Unterwassergarten mit unterschiedlichen Korallen. Dazwischen entdecken wir mehrmals den giftigen Rotfeuer -Fisch, der eigentlich in der Karibik nicht heimisch ist.

So vergehen die Tage im
San Blas-Paradies leider viel zu schnell. Nach 5 Tagen erreichen wir den Hafen von Puerto Lindo, wo wir am frühen Morgen von dem faszinierenden Gebrüll der Brüllaffen geweckt werden.
Von da aus machen wir
uns mit einem Grossteil unserer internationalen Truppe gemeinsam auf dem
Weg nach Panama-City!

Der Rotfeuerfisch

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