19. Woche – 7. bis 13. Januar 2013

Viel hat man in den 80er und 90er Jahren über Medellin gehört und gelesen, meistens nur unschönes wie Mord, Raub und Erpressung. Die Drogenkartelle um Pablo Escobar führten ihre Kriege damals auf offener Strasse, so dass Medellin den Ruf als gefährlichste Stadt der Welt hatte. Allein in Medellin gingen damals 20 Morde pro Woche auf das Konto von Pablo Escobar.

Nachdem die kolumbianisches Polizei und das Militär Ende der 90er Jahre Pablo Escobar erschossen und zahlreiche Mitglieder der Drogenkartelle verhaftet hatten, nahm die Kriminalität deutlich ab. Die Stadt blühte regelrecht auf.

Heute ist Medellin zweifelsohne die modernste Stadt Kolumbiens und die Einzigste im ganzen Land, die über ein gut ausgebautes Metronetz verfügt. In dem trendigen Inviertel El Poblado kann man sogar nachts bedenkenlos ausgehen und eine der vielen Clubs und Bars besuchen.

Trotz alledem gibt es immer noch einige Stadtteile – auch welche wir besucht haben – in denen immer noch “open gunfights” stattfinden (Strassenkämpfe mit Schusswaffen).

Pablo Escobar hat auch heute noch viele Anhänger. Unter ihnen wird er als Robin Hood gefeiert, da er viel Geld für die Armen gegeben hat. Bizarrerweise wird Escobar heute touristisch vermarktet, so kann man z.B. sein früheres Anwesen besuchen und mit seinem Bruder ein Bier trinken und ein Interview führen.

Medellin gilt als die Modestadt von ganz Südamerika und ist berühmt dafür, die schönsten Mädchen und Frauen zu haben.

Wir fühlen uns hier pudelwohl, da wir uns mal wieder völlig frei in einer Grosstadt bewegen können und all die Annehmlichkeiten wie gute Restaurants und schicke Bars entspannt geniessen können. Die Dichte an Clubs, Bars und Restaurants ist in El Poblado sehr hoch, so dass wir hier einige Wochen verbringen könnten, wenn es denn unser Travellerbudget zulassen würde!