13.Woche. – 8. Dezember 2012

Nach mehr als zwei Wochen wollen wir heute unseren Traumstrand in Imbassai verlassen und weiter gen Norden ziehen.

Die Laborergebnisse haben wir gestern abgeholt und dabei erfahren, dass ich kein Dengue-Fieber habe! Leider konnte auch niemand so recht sagen, was ich wirklich hatte. Inzwischen ist das Fieber aber vollständig zurückgegangen und dafür sind meine alten Lebensgeister wieder zurück gekommen! :-)

Als wir heute morgen um 09:30Uhr auschecken wollten, ist Jürgen, der Chef und Inhaber unserer Pousada, noch nicht an der Rezeption. Sein Assistent meinte zu uns, er würde noch schlafen. Also fragte er uns, was wir denn bezahlen müssen. Die Frage war leider nicht so einfach zu beantworten, da wir für die zweite Woche, die wir in der Pousada verbracht haben, noch keinen Preis vereinbart hatten. Demnach nannten wir einfach einen Preis und reichten ihm ein Bündel Reals über den Tresen, den wir für angemessen hielten und die Sache war vom Tisch!

Leider hat der versprochene Transport von der Pousada bis zur Hauptstrasse (ca. 2,5km) durch Jürgen nicht geklappt. Sein Assistent Messias teilte uns in Zeichensprache mit, dass er trotz “Bumm-Bumm” an der Türe, Jürgen nicht aus dem Bett bekommt.
Naja, müssen wir nun doch mit unserem Gepäck den weiten Weg laufen.

Da ich durch meine Tropengrippe immer noch etwas angezählt bin, verfluche ich schon nach wenigen Schritten die heisse Sonne und unser verdammtes Gepäck.

Währendessen steht Melanie an der Strasse und streckt neckisch ihren Daumen in den nicht vorhandenen Wind und… prompt hält ein kleiner Fiat-Pickup an! Wir schmeissen unsere Rucksäcke auf die Ladefläche und klettern dann ebenfalls rauf auf den Wagen.
Wir sind richtig happy, dass uns der lange Fussweg nach oben zur Hauptstrasse erspart bleibt und geniessen den erfrischenden Fahrtwind auf der Ladefläche.

Vorne in der Fahrerkabine sitzen Sohn und Mutter, die uns direkt bis zur Bushaltestelle fahren, wo wir schnell runterspringen.
“Quanto?” fragen wir den Sohn. “Nao! De nada!” antwortet er daraufhin und wir verabschieden uns lächelnd und mit dem hier üblichen Daumen-hoch-Zeichen “Muito obrigado!”

Kaum sind die beiden weitergefahren, kommt schon unser Bus nach Salavador Aeroporto angefahren. Heute scheint alles wie am Schnürchen zu laufen.
Jetzt hoffen wir, dass wir noch einen günstigen Flug finden. Wohin eigentlich?
Mal sehen, was die uns am Flughafen anbieten können!

Es geht hier langsam auf die Hauptsaison zu und im Internet sind die Flüge ziemlich teuer. Aber es sollte doch unser Glückstag werden. Am Flughafen können wir zu einem akzeptablen Preis einen Flug nach Recife am gleichen Abend buchen. Bis zum Abflug ist noch viel Zeit, die wir für einen Besuch in das naheliegende Shoppingcenter Norte nutzen.

Beim betreten des Einkaufscenters kommen wir direkt ins staunen. So ein verhältnismässig luxuriöses Shopingparadies hätten wir in dieser Gegend nicht vermutet. Nachdem wir vor knapp zwei Wochen in Salvador noch viel Armut und Crackjunkies um uns hatten, scheint sich hier nun die Mittel- und Oberschicht zum fröhlichen Weihnachtsshopping versammelt zu haben. Nichts was es hier nicht gibt! Inklusive Weihnachtsdorf, Nikolaus und Assistentinnen in Miniröckchen!

Nachdem wir dann noch ordentlich im riesigen Food-Court geschlemmt haben, geht es wieder mit dem Bus zurück zum Airport und dann ab nach Recife.

Unser Hostel (Cosmopolitan) ist leider ein kleiner Reinfall ( die Bilder im Internet waren doch soooo schön;-)
Aber die eine Nacht haben wir auch überstanden.

Morgens machen wir uns auf zum Busbahnhof, der etwas ausserhalb liegt und bereuen nicht, die Stadt direkt wieder zuverlassen, um nach Praia da Pipa zu fahren. Nach 31/2 Std. erreichen wir einen kleinen Ort Namens Goaininha. Im Reiseführer steht, hinter der Kirche fahren Combos (Minibusse/Vans) ab, die einen nach Pipa bringen. Es ist Sonntag und der Ort wirkt wie ausgestorben. Wir zweifeln schon fast, was wir gelesen haben. Aber dann finden wir die Kirche und es steht tatsächlich schon ein Van bereit. Nach 40 min. Holperfahrt die Küste entlang sind wir dann endlich in Pipa angekommen und mit Hilfe von Einheimischen finden wir dann auch das Sugar Cane Hostel und fühlen uns auf Anhieb wohl! Hier werden wir mind. 4 Tage verweilen, um die Traumstrände zu erkunden und vielleicht sogar mit Delphinen zu schwimmen! Scheinbar halten sich hier oft viele Delfine in Strandnähe auf und schwimmen sogar ab und zu mit den Menschen im Wasser umher!
Wir sind gespannt, was uns der nächste Tag bringt! Jetzt ist erstmal chillen angesagt!

Shoppingcenter in Salvador

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Busbahnhof in Recife

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