BUENOS AIRES – EINE GIGANTISCHE UND ZAUBERHAFTE METROPOLE – VIELLEICHT DIE SCHÖNSTE STADT DER WELT!?

10.Oktober 2012…

Heute verlassen wir (nach intensiven 5 Wochen!) Peru und fahren ein letztes Mal mit dem Taxi durch die Andenmetropole Cusco, welche für uns irgendwie – mas o menos – zur zweiten Heimat geworden ist.

Wir verlassen ein Land, das für uns bis dahin völlig neu und völlig anders war, als wir erwartet hatten.
Ein Land mit großartigen Landschaften, faszinierender Natur, unterschiedlichen Klimazonen, reicher Kultur und sehr freundlichen Menschen! Ein Land, in welchem die Bewohner in vielen Teilen noch im Einklang mit “Pachamama” (Mutter Erde) sind und durchaus Mensch, Tier und Natur respektieren, schützen und erhalten. Ein Land welches aber auch unter viel Armut zu leiden hat, wir haben bislang noch nie so viele Elendsviertel und Slums wie in Peru gesehen!

Was wird uns nun wohl in Argentinien, besonders in Buenos Aires erwarten? Eine Stadt von der häufig behauptet wird, sie sei unüberschaubar und extrem gefährlich, besonders nachts. Viele Schauergeschichten haben wir gelesen: Von den scheinbar “bösen Taxifahrern”, die einen in dunkle Gassen fahren, wo schon bewaffnete Komplizen warten und die Fahrgäste ausrauben oder sogar um ihr Leben bringen. Von den scheinbar zahlreichen Taschendieben und der brutalen Jagd auf Touristen mit Digitalcameras, für die es angeblich einen gigantischen Schwarzmarkt gibt… undsoweiterundsofort! No sabemos – wir werden sehen!

Wir erreichen nach einem sehr angenehmen Flug mit der Lan Airline den Flughafen Buenos Aires kurz nach Mitternacht und buchen uns lieber einen Shuttle-Bus, statt eines der “lebensgefährlichen Taxis” zu nehmen. Aus dem Bus heraus betrachten wir das nächtliche Buenos Aires, welches irgendwie zu schlafen scheint. Aus den Fenstern betrachten wir müde die Lichter der Grossstadt, die an uns vorbeiziehen. Wir fahren über riesige Avenidas(Strassen), die mit unzähligen Strassenleuchten im Stil der 20er Jahre geschmückt sind.

Die Müdigkeit übermannt uns und wir sind froh, dass wir das berühmte Hostal “America del Sur” erreichen.

Nach einer unbequemen und unruhigen Nacht ziehen wir auf die Strassen von Buenos Aires los! Wir sind sehr neugierig und freuen uns auf einen spannenden Tag in der Hafenmetropole.

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Puerto Madero

Die Sonne lacht und scheint von einem strahlendblauen, wolkenlosen Frühlingshimmel über Buenos Aires herab. Vom sonst typischen Smog einer Megacity ist nichts zu sehen.
Ideale Bedingungen für eine ausgiebige Tour durch den Großstadt-Dschungel!
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Buenos Aires ist eine Stadt der Superlative: Überall sind riesige, prachtvolle Kolonialgebäude zu sehen, die sich an den vielen Boulevards und Avenidas aneinander reihen. 40.000 schwarz-gelbe Taxis quälen sich jeden Tag und jede Nacht durch die prächtigen Strassen der 13-Millionen-Einwohner-Metropole, in der der Tango und der Futbol genauso zum Alltag wie ein leckeres Steak und der Mate-Tee dazu gehört. Irgendwie ist alles an der Stadt gigantisch: Die Anzahl der Cafés und Restaurants, der Hostals, Pensionen und luxuriösen Hotels, der Shops in wunderschönen, gepflegten Altbauten und Häusern mit prächtigen Stuckfassaden sowie den Zeitungsständen und “25hours-Shops” und nicht zu vergessen, der vielen attraktiven Frauen!

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Parilla – Grill



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Unser Hostal in San Telmo!

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Buenos Aires ähnelt sehr Städten wie Berlin, Paris, Madrid und Rom, versprüht aber dabei seinen ganz eigenen Charme. Die City wirkt viel grösser und scheint 1000 Gesichter zu haben.

Außerdem findet man im Stadtteil Palermo die weltweit höchste Dichte an Psychotherapeuten – “Psis” werden sie liebevoll von den Portenos genannt. Warum dass so ist, entzieht sich unserem Verständnis.

Schnell merken wir, dass die Portenos – wie sich die Bewohner von BA selbst nennen – sehr höflich, elegant und lustig sind. Der Einfluss aus Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien ist unverkennbar. In Buenos Aires werden häufig alle 4 Sprachen gesprochen. Die Portenos interessieren sich sehr für Europa und fühlen sich mental mehr mit Europa als mit Südamerika verbunden. Kein Wunder, mehr als die Hälfte der Bewohner hat europäische Wurzeln. In der U-Bahn sieht man viele Argentinier mit deutschen Büchern in der Hand oder mit deutschen Lehrbüchern unterm Arm.

Die Höflichkeit und der respektvolle Umgang untereinander und Fremden gegenüber ist beispielhaft und haben wir in dieser ausgeprägten Form nirgends erlebt. Es ist völlig selbstverständlich, dass man sich überall ordentlich hintereinander anstellt: Beim Einstieg in Bus oder U-Bahn, an der Theater- oder Kinokasse, im Museum… überall! Selbst wenn man nur zu zweit ist, stellt man sich hier hintereinander an! Vordrängeln gibt es nicht. Rentner, Mütter mit Kindern und Jugendliche stellen sich genauso geduldig auch mal 2 Stunden irgendwo an und vertreiben sich die Zeit mit einem netten Plausch mit den davor- oder dahinterstehenden Wartenden.

In Bussen oder in der U-Bahn gilt es als selbstverständlich den Platz für ältere Menschen, Frauen mit Kindern oder Behinderten freiwillig anzubieten.

Der Verkehr ist zwar hektisch, aber dennoch verhältnismässig ruhig. In Buenos Aires wird überraschenderweise genauso viel gehupt wie in Bietigheim, Greiz oder Benningen.;-)

Die Gelassenheit, Freundlichkeit und Höflichkeit der Portenos verblüfft uns. Von der scheinbar hohen Kriminalität ist GottseiDank nichts zu bemerken.

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Lebensgefahr besteht nur, wenn man unachtsam oder zu langsam über die teilweise 20spurigen (!) Hauptstraßen der Innenstadt läuft oder im Stadion versehentlich die falsche Mannschaft anfeuert! ;-)

Kurzum – wir fühlen uns pudelwohl in dieser gigantischen Metropole!

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Rote Flaschenbürsten wachsen an den Bäumen ;-)
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Hundesitter mit rund 20 Hunden an der Hand!
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Die Strick-Guerilla gibt es nicht nur in Kölle !

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Nein, das ist nicht das Fest in Puno! Dies waren am Samstag ein Fest zur Integration der Bolivianer und wir haben uns nach Puno zurückversetzt gefühlt.

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Am Tigre : @claudia : hat mich sehr an Florida ( in klein ;-) ) erinnert! Und wir freuen uns schon

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